Massendemonstration gegen Präsidentin Fernandez in Buenos Aires

buenos-aires-demo Zehntausende Demonstranten auf dem Platz des Obelisken in Buenos Aires (Plaza de Mayo)

In Buenos Aires demonstrieren Zehntausende Argentinier gegen die ausufernde Inflation, korrupte Staatsbeamte und die bedrohlich steigende Kriminalitätsrate. Zudem versucht sich Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner mittels einer Verfassungsänderung eine dritte Amtszeit in Argentinien zu sichern.

Die Demonstration auf dem Plaza de Mayo, dem Platz des Obelisken in der Hauptstadt Buenos Aires, ist die größte Protestveranstaltung seit vielen Jahren. Die Proteste fanden auch in anderen Städten des Landes statt. Selbst Exil-Argentinier in aller Welt marschierten um auf die Situation in ihrem Heimatland aufmerksam zu machen.

Die erneuten Kundgebungen hatten große symbolische Bedeutung für das argentinische Volk, das sich noch sehr gut an das Wirtschaftsdebakel Anfang der 2000er-Jahre erinnern kann. Die umfangreichen Protestmärsche hatten damals in Argentinien mehrere Präsidenten aus dem Amt befördert und das Land quasi unregierbar gemacht. Erst Cristina Kirchners verstorbener Ehemann Nestor Kirchner gelang es 2003 das Land wieder unter eine stabile Regierung zu stellen.

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